05 Okt

Besuch in Middelkerke zur 40-jährigen Freundschaftsfeier

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Mit 50 Teilnehmern war die Ettlinger Kolpingsfamilie nach Middelkerke gereist, um dort 40 Jahre Freundschaft mit Mikaj zu feiern. Darunter befanden sich zehn Kinder und Jugendliche sowie die aus Ettlingen stammende Präsidentin der Kolpingsfamilie Edmonton (Kanada), Anita Hochdorfer. Seit der ersten Begegnung im Jahre 1975 zwischen Josef Puschmann und Georges Cools sowie den beiden Geistlichen Hans Eichhorn und Frans Clarebout fanden wechselseitige Besuche statt. Diese Beständigkeit der Beziehungen wurde auch durch den Besuch durch OB Arnold und seines früheren Vorgängers Dr. Vetter gewürdigt, in dessen Amtszeit die Freundschaft zwischen beiden Organisationen begann.

Die Gastgeber hatten auch bei dieser Begegnung ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. So erkundeten am Samstagvormittag insbesondere die erstmals Mitreisenden Middelkerke und wanderten durch die Dünen. Die weitere Gruppe fuhr nach Langemark. Der erste Besuch galt dem dortigen deutschen Soldatenfriedhof und danach der letzten Ruhestätte von Pastor Frans Clarebout in Zonnebeke. Präses Pfarrer Martin Heringklee sprach vor der Niederlegung einer Erinnerungstafel Worte des Gedenkens und mit den Anwesenden ein gemeinsames Gebet.

Höhepunkt des Besuchs war der Empfang der Gemeinde Middelkerke. Nach Begrüßung durch Georges Cools würdigte Bürgermeisterin Janna Rommel-Opstaele in Anwesenheit des früheren Bürgermeisters Julien Desseyn die lange Tradition der Partnerschaft mit mehreren europäischen Städten. „Aber die Verbindung Kolping-Mikaj ist die längste die bis heute Bestand hat“ führte die Bürgermeisterin weiter aus und wünschte der Gruppe schöne Tage im Kreis der Freunde.

OB Arnold lobte die Beständigkeit der Freundschaft und zeichnete Georges Cools als verlässlichen Partner mit dem Sibyllataler aus. (Das Amtsblatt berichtete darüber in der letzten Ausgabe.)

Auch der ehemalige Bürgermeister und heutige Beigeordnete für europäische Zusammenarbeit, Michel Landuyt, erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde Middelkerke – Epernay später als Grundlage für den Beginn der Partnerschaft Middelkerke – Ettlingen diente und daraus die Freundschaft zwischen Mikaj und Kolping entstand. Dieses „Kind“ dieser Partnerschaft feiert dieses Jahr seinen 40. Geburtstag. „Jeden Tag finden wir, dass noch erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern unseres vereinten Europa bestehen“ so Landuyt weiter, „dabei ist es so wichtig, mit jedem so viel Kontakt wie möglich zu halten. Wir als Politiker sollten dafür sorgen, dass wir die gegenseitigen Unterschiede kennenlernen und noch viel wichtiger schätzen lernen“.

 

Für die Kolpingsfamilie sprach deren Partnerschaftsbeauftragte Hildegard Ruml. In ihrer  zweisprachigen Rede erinnerte sie zunächst an den Beginn der Partnerschaft und stellte fest, „dass seither viele Kilometer zwischen unseren Städten zurück gelegt wurden, sei es bei offiziellen Treffen, privaten Feiern, Urlaub, Städtejubiläen – aber auch bei Beerdigungen waren Freunde hier und dort“. Sinn und Ziel von Städtepartnerschaften war es, Menschen einander näher zu bringen, den anderen zu verstehen. „Die beiden Weltkriege haben in unseren Ländern tiefe Spuren hinterlassen. Vor allem im 1. Weltkrieg fanden hier in der Nähe Kämpfe statt, an denen meine beiden Großväter beteiligt waren“,  sagte Ruml und ergänzte: „Heute könne sie ihren Enkeln sagen, dass wir in Flandern, in Middelkerke, Freunde gefunden haben.“ Hinter dem Erhalt der Partnerschaft stecke viel Herzblut und diese Arbeit mache Georges Cools seit 40 Jahren. Ruml dankte ihm und seiner Frau Annemie für die Arbeit, die man nicht genug würdigen kann und lud für das nächste Jahr zum Besuch nach Ettlingen ein.

Auch Dr. Vetter erinnerte an den Beginn der Städtepartnerschaft, die er als neugewählter Bürgermeister fast von Anfang an miterlebte. Schon gleich habe ihn die Herzlichkeit, mit der er von den Bürgermeistern Ingelrham und später Desseyn in die Schönheit dieser Landschaft Flandern eingeführt wurde, tief beeindruckt. Diese Herzlichkeit sei auch bei der heutigen Begegnung noch zu spüren.

Eva und Sabine Baader vom Mandolinenorchester Ettlingen umrahmten die Feierstunde musikalisch.

Ein feierlicher Gottesdienst, bei dem der dortige Frauenchor die deutsche Messe von Schubert sang, eröffnete das sonntägliche Programm. Am Nachmittag fand es seine Fortsetzung mit Besichtigung des östlichen Hafens in Oostende und einem Gang auf der Mole. Abends beendete ein gemütliches Beisammensein das Jubiläumstreffen mit Austausch der Gastgeschenke und geselligen Beiträgen von beiden Organisationen. Hans-Peter Stemmer dankte namens der Ettlinger Kolpingsfamilie Mikaj für die große Gastfreundschaft und den zahlreich anwesenden Mitgliedern des Jumelagekomitees für deren Interesse an der Partnerschaft.

 

2 Gedanken zu „Besuch in Middelkerke zur 40-jährigen Freundschaftsfeier

  1. Von der Kolping Familie in Edmonton Herzliche Glueck und Segens Wuensche an Josef Puschmann und Alle Jubilare in Ettlingen, Es ist mir eine grosse Ehre mit Euch in Verbindung zu sein. Die Besten Wuensche fuer noch viele gesunde Jahre an Euch Alle ,God Bless Treu Kolping Anita Hochdorfer, Edmonton Canada.

    ch
    in Verbindung zu sein . Wir hier in Edmonton haben auch treue langjaerig

    • WIR HABEN AUCH SEHR TREUE MITGLIEDER ,UNSER PROBLEM HIER IST DASS WIR KEINE JUNGEN LEUTE DAZU BEKOMMEN ,DIE JUNGEN SIND NICHT MEHR SO HUNGRIG ,FRUEHER SUCHTEN SIE ANSCHLUSS UND GEBORGEN HEIT . HEUTE SIND DI ,DIE MEISTEN ZWEITE GENERATIONEN DIE SIND ZU SEHR MIT SICH SELBS BESCHAEFTIGT . JA ES IST SCHADE
      TREU KOLPING AUS EDMONTON CANADA

      DIE ZEITEN HABEN SICH SEHR GEAENDERT SEIT ICH NA

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